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 Schützenverein Sylda 1819 e.V.
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Der Schießstand
Unser Schießstand befindet sich am nördlichen Ortsrand von Sylda. Wir sind stolz darauf nach mehrjähriger Arbeit den Stand 1993 eröffnen zu können. Über die Anstrengungen und logistischen Umstände steht in unserer Vereinschronik folgendes geschrieben:
schiessstandfoto
Bau der Schießanlage 1991
Unser Schießstand ( Auszug aus der Chronik 1993-94)

"Viele Hände und eine gute Leistung schafften schnelle, sichtbare Erfolge"

Wenn man von unserem Vorstand ein Rezept erwartet, mit dem man sofort und umfassend alle Probleme lösen könnte, wären wir alle sehr glücklich. Aber so ein Rezept gibt es nicht.
Um aber unsere Träume und Pläne in die Praxis umsezten zu können, müssen wir mit großer Mühe, Ausdauer und einer gehörigen Portion selbstlosen persönlichen Arrangement kontinuierlich die Arbeiten anpacken.
Große Unterstützung wird uns durch die Fa. Horch zuteil. Allein diese Arbeitsleistungen, müßten wir sie bezahlen, würden unseren Schießstand nur Theorie bleiben lassen.
Dafür sind wir Herrn Horch sehr dankbar.
Damit die Nachwelt und vor allem unserer heranwachsenden Schützengeneration die großen Mühen und Taten der Gründermitglieder veranschaulicht werden und namentlich in Erinnerung bleiben, haben wir es aufgeschrieben und fotografiert.
Der Anfang

1. Erdarbeiten durch die Fa. Horch

2. Die Aktion "Träger" (8.11.1991)

Was man nicht bezahlen braucht, kostet auch kein Geld.-
Unter diesem Motto versuchen wir uns über Wasser zu halten, d.h. den Bau unserer Schießanlage so kostengünstig wie möglich voran zu treiben. Durch die berufliche Tätigkeit des 1.Schützenvoigt´s Lutz Kunath konnten wir Eisenträger für den Bau der Schießblenden vom SSZ Frischmarkt aus Staßfurt kostenlos abholen. Nun war guter Rat teuer, 10 Meter lange und sauschwere Eisenbahnschienen mußten geholt werden, aber wie?
Möglichst natürlich kein Geld ausgeben. Hier half uns die Landbau GmbH Quenstedt, Geschäftsführer Herr Lindner. Sie stellten uns ein Zugfahrzeug und den Fahrer für = 120,- DM, fast geschenkt.
Wie weiter, wie 10 Meter lange Träger transportieren?
In 10 Jahren wird der Leser darüber schmunzeln, uns jedenfalls war nicht zum Lachen.
Schützenbruder Roland Görsch"lief sich die Hacken ab" und siehe da, er borgte sich einen Tieflader für 20,- DM und eine Flasche Fusel bei der Mansfeld AG. Wie früher im Sozialismus.
Wie aber die Schienen aufladen, ca. 15 Tonnen = keine Frage, dazu waren mindestens 8 Männer notwendig. Auch das organisierte er.
Mit müden Knochen und einem furchtbar blauen Finger, dieser gehörte dem Schützenbruder Peter Hufenhäuser, haben wir alle notwendigen Träger."Ein schöner Erfolg."
An der Aktion"Träger" waren weiter beteiligt:

Lutz Kunath,
Peter Hufenhäuser,
Helmut Schmidt,
Hans Mohr,
Manfred Meseberg,
Otto Scheffler,
Andreas Geppert,
Maik Schubert.
"Die sauschweren Schienen schon an Ihrem Platz."
An dieser Stelle großen Dank an Schützenbruder Roland Görsch.
3. Die Aktion "Grenzzaun" (9.11.1991)

Fast gleichzeitig, d.h. parallel zur Aktion "Träger" lief die Organisation der Aktion "Grenzzaun".
Zum besseren Verständniss für den Leser einige Vorinformationen:
Die Bauvorschriften für eine Schießanlage fordern eine vollständige Umzäunung,d.h. lieber Leser rund 130 Meter Zaun. Wer soll das bezahlen? Wir bestimmt nicht!
Über den Bundesgrenzschutz und kleine Tricks mit der Treuhandanstalt hatte unser Schützenbruder L. Kunath im warsten Sinne des Wortes die Lücke im Zaun entdeckt.
Wir durften uns von dem Metallgitterzaun der sinnlos gewordenen Zonengrenze Zaunfelder demontieren. Organisiert wurde diese Aktion durch Schützenbruder Gerd Kuberkiewicz und Roland Görsch.

Mit dem LKW der Fa. Bruder, Inh. Schützenschwester Elke Kunath, ging es am historischen Tag der Grenzöffnung (9.11.1989)am 9.11.1991 bei strömenden Regen, Wind und knapp über Null °C los. Die Stimmung war trotzdem einfach toll.
Nach eineinhalbstündiger Fahrt standen wir vor dem übelsten Machwerk der roten Socken. Einfach kaum zu glauben, mit welcher Energie und welchem Kraftaufwand unsere Menschen vor der Freiheit mit diesem Zaun geschützt wurden. Mit gleicher Energie stürzten wir uns an dessen Beseitigung "zum Wohle des Volkes" wie es im Sozialismus immer so schön hieß und vorallem zum Wohle unseres Vereins.
Trotz Schneeregen und kaltem Wind demontierten wir verbissen Meter um Meter. Petrus belohnte diese Tat mit besserem Wetter. Zeitweilig schien sogar die Sonne.
An der Aktion waren beteiligt:

Gerd Kuberkiewicz
Roland Görsch
Lutz Kunath
Erhard Mettchen
Uwe Pfannschmidt
Peter Uhlig
Helmut Schmidt
Karl Anders
Manfred Meseberg
Jörg Spengler
Franz Bachmann
Einweihung des Schützenhauses

Der 12.05.1994 Christi Himmelfahrt und ...

Dieses Datum wird uns immer in Erinnerung bleiben, zum einen durch den gestifteten Pokal von B.Steding und zum anderen wurde unser Schützenhaus eingeweiht. 3 Faß Bier, gegrilltes von der Fam. Lenz und alles was dazu gehört.

Diesen würdigen Anlaß nutzte unser 1. Voigt L.Kunath, um in einem kurzen Rückblick für die geleisteten Stunden dank zu sagen...
... wenn man dieses herrliche Schützenhaus so sieht, kann man nur feststellen, die gemeinsame Arbeit hat sich gelohnt.

A.Gummert stiftete 50,- DM und meinte mit K.Anders hat er als 1.Pokalgewinner einen würdigen Nachfolger.

B.Steding dankte für die rege Teilnahme am Pokalschießen, Dank sagte er im Namen aller für die Arbeit des 1. Schützenvoigtes L.Kunath bei der Erstellung des Schützenhauses.

"Eine gute Organisation ist der halbe Bau!"





Es wird alles noch schöner...

Die Gemeinde mußte im Interesse der Allgemeinheit für den Anbau ans Dorfgemeinschaftshaus eine alte kranke Linde fällen. Mitglieder des Schützenvereins pflanzten 1994 eine junge kräftige Kastanie. Wir haben es im Bild festgehalten, weil der Kastanienbaum Generationen noch Freude und kühlen Schatten spenden wird.

16 Jahre später ist aus der kleinen Kastanie bereits ein stattlicher Baum gewachsen.